07. März 2010
Für den Weg zum Hotel haben wir uns über TUI den Transfer bestellt. In der Empfangshalle wartet aber niemand auf uns. Am Serviceschalter erkundigen wir uns nach unserem Taxi aber wir bekommen nur den Rat noch etwas zu warten. Kurze Zeit später werden wir von einem jungen Mann angesprochen. Er sagte uns, er sei vom Hotel Mövenpick und soll uns abholen. Im Auto waren es dann schon zwei Männer und wir fuhren Richtung Hanoi. Unseren Voucher wollten die zwei nicht, aber an der ersten Mautstation sollten wir schon Geld zum bestechen der Polizei bezahlen. Dazu haben sie das Auto an der rechten Straßenseite angehalten. Wir sollten auch den Transport zum Hotel bezahlen und würden mit ihrer Quittung das Geld vom Hotel erstattet bekommen. Nach dem wir den beiden Gaunern klargemacht haben das sie von uns kein Geld bekommen, sind wir wieder zum Flughafen gefahren. Wir sind wieder zum Serviceschalter gegangen und haben uns erneut nach unserem Taxi erkundigt. In der Empfangshalle wartete auch ein Fahrer auf seine Gäste aber auf seinem Schild stand weder TUI noch Ebert. Plötzlich verließ er die Halle und kam kurze Zeit später mit einem neuen Schild zurück, darauf standen unsere Namen.008 Vietnam 2010 Hanoi 2
Jetzt waren wir sicher, dass wir in das richtige Auto einsteigen. Kurz vor der ersten Mautstation haben wir die zwei Gauner wieder gesehen. Aus ihrem Auto stiegen zwei junge Frauen aus, welche sicher auch ihre Pläne durchschaut hatten. Der Fahrer hat einen recht rasanten Fahrstil und eine Hand ist immer zum betätigen der Hupe bereit. Wer nicht freiwillig die rechte Spur freimacht wird rechts überholt. Auf dem Weg zum Hotel haben wir sehr viele Mopeds gesehen, welche Schnittblumen transportiert haben. An einer Straße sind wir minutenlang an nicht enden wollende Blumenstände vorbeigefahren. Ein solches Blütenmeer haben wir auf unseren Reisen bisher noch nicht gesehen.
Für die erste Nacht in Hanoi haben wir uns das Hotel Mövenpick ausgesucht. Nach dem langen Flug wollen wir nicht gleich auf Rundreise gehen und haben uns deshalb für eine zusätzliche Nacht in Hanoi entschieden. 12:30 Uhr haben wir unser Ziel erreicht. Eine Stunde später machen wir uns wieder auf den Weg. 012 Vietnam 2010 Hanoi 6Wir wollen erst einmal etwas essen und Getränke einkaufen. Nur wenige Meter von unserem Hotel finden wir das Restaurant „Quán Ăn Ngon‎“. Neben vielen Vietnamesen sehen wir auch einige Touristen sitzen.
Da es kaum freie Plätze gibt, muss das Restaurant sehr gut und preiswert sein. Die Auswahl an Speisen und Getränken ist sehr vielseitig. Das Preisniveau ist sehr viel niedriger als wir es erwartet haben. Das Essen ist ausgezeichnet und trotzdem stehen nur 113.000 VND auf der Rechnung. Da sind nur wenig mehr als vier Euro. In einem kleinen Laden um die Ecke besorgen wir uns noch einige Getränke und gehen zurück zum Hotel.
014 Vietnam 2010 Hanoi 8An den Straßenverkehr müssen wir uns erst noch gewöhnen. Vor allem scheint es keine festen Regeln zu geben und grüne Fußgängerampeln werden generell übersehen. Sehr gut finden wir die Zeitanzeige für die einzelnen Ampelphasen und dennoch fahren viele Fahrzeuge bei Rot weiter.
Am Nachmittag machen wir uns auf dem Weg zum „Hoan Kiem-See“, dem „See des Zurückgegebenen Schwertes“. Bei diesem Verkehrschaos sind wir froh, wenn wir unverletzt die andere Straßenseite erreichen. Entsprechend langsam kommen wir voran. An dem Café „HaproBonmua“ machen wir erst einmal eine kleine Pause. Es liegt direkt am See und wir können den Verkehr und die Spaziergänger beobachten. Ich habe auch einige Bilder aufgenommen und dabei öfter die Objektive gewechselt. Sicher bin ich dabei beobachtet wurden, denn nachdem wir weitergegangen sind bemerkte ich, wie sich jemand an meinem Rucksack zu schaffen macht. Ein Teil des Reißverschlusses war schon geöffnet aber es fehlte nichts. Den Camcorder hatte ich um den Hals gehängt und die Kamera griffbereit in der Hand. Das war dann schon der zweite Vorfall am heutigen Tag, nachdem man uns schon am Flughafen linken wollte. Im weiteren Reiseverlauf hat es aber keine weiteren Vorfälle gegeben.015 Vietnam 2010 Hanoi 9
Thap Rua – der Schildkrötenturm – wurde im 19. Jahrhundert auf einer Insel in der Mitte des Sees errichtet. Er wurde zum Gedenken an die Begebenheiten, welche in einer Sage als ichüberliefert werden, gebaut und ist das Wahrzeichen von Hanoi. Der Weg um den See ist sehr beliebt und unter den Bäumen sitzen Souvenirverkäufer, Einheimische und Touristen bunt durcheinander. 018 Vietnam 2010 Hanoi 12Am Ostufer des Sees führt eine sehr schöne rote Holzbrücke zum Jadebergtempel. Sie ist ein sehr beliebtes Fotomotiv und man hat den Eindruck nur im Wege zu stehen. Es ist schon nach 17:00 Uhr der Verkehr nimmt noch einmal zu. Wir haben zwar jetzt den Dreh raus, wie man unbeschadet über die Straße kommt, aber für den Rückweg zum Hotel versuchen wir, doch die Nebenstraßen zu nutzen.
Zum Abendessen gehen wir wieder in das gleiche Restaurant. Es ist so voll, dass wir einige Zeit warten müssen, bis ein Tisch frei ist. Für die wartenten Gäste gibt es extra Sitzplätze am Eingang des Restaurants. Wir haben trotzdem nicht übermäßig lange auf unser Essen warten müssen. Wer in der Nähe übernachtet, dem kann man das Lokal nur empfehlen. Für unser Abendessen haben wir nicht einmal 6 € bezahlt.

08. März 2010
Zur Sicherheit haben wir uns den Wecker auf 9:30 Uhr gestellt und tatsächlich hätten wir es ohne mit Sicherheit verschlafen. Durch den Zeitunterschied stehen wir immer noch in der Nacht auf. Wie so oft in den nächsten Wochen packen wir die Koffer. Für den Weg zum ersten Rundreisehotel sind wir selbst verantwortlich und so bestellen wir uns ein Taxi. Für die Fahrt von Mövenpick zum Horison bezahlen wir 40.000 Dong. Das erste Treffen unsere Reisegruppe023 Vietnam 2010 Hanoi 17 026 Vietnam 2010 Hanoi 20ist für 14:30 Uhr geplant. Damit haben wir genügend Zeit um uns etwas in der Umgebung umzusehen. An der Straße „Cat Linh“ findet man viele Sanitärgeschäfte und Fliesenhändler. Einige verkaufen gebrauchte Artikel aber auch Kunden von Luxusbädern kommen auf ihre Kosten. Dabei fallen mir immer wieder die Deutschen Markennamen auf. Das Fliesensortiment kann sich mit jedem deutschen Baumarkt messen und manche Idee sucht man in Deutschland vergebens. Die Zeit vergeht und wir müssen zurück ins Hotel.
Es dauert etwas länger, bis sich unsere Rundreisegruppe in der Lobby zusammengefunden hat. Nach einer kurzen Einweisung durch den Reiseleiter sitzen wir schon im Bus und fahren zu unserem ersten Ziel. Wie immer haben wir uns im hinteren Teil des Busses zwei gegenüberliegende Sitzbänke genommen. Mit 20 Personen in einem großen Bus haben wir genügend Platz. Erst waren im vorderen Teil des Busses alle Plätze belegt aber kurze Zeit später hatte man sich auf den gesamten Bus verteilt.
Am Bao Tang Cach Mang (Revolutionsmuseum) steigen wir in die Fahrradrikscha um028 Vietnam 2010 Hanoi 22. Als die Vietnamesen noch zum größten Teil mit dem Fahrrad unterwegs waren, zählte eine Fahrt mit der Fahrradrikscha sicher zu den sichersten Fortbewegungsmitteln in Hanoi. Jetzt darf man damit nur in einem bestimmten Zeitfenster fahren. In den Stunden des Berufsverkehrs hat die Polizei das Fahren mit den Cyclo verboten. 14:45 Uhr hat jeder seinen Platz eingenommen und es kann losgehen. Die Fahrer versuchen zusammenzubleiben aber der dichte Verkehr reißt die Kette schnell auseinander. Durch den niedrigen Blickpunkt fehlt der Überblick über den Verkehr und man beginnt Details wahrzunehmen, welche man sonst nicht sehen kann. Man kommt sich vor wie ein Zwerg. Immer wieder versuchen die Rikschafahrer mit ihren Glocken den Verkehr zu beeinflussen aber sie werden nicht wahrgenommen. In den Seitenstraßen ist es nicht mehr so laut und die Fahrt wird angenehm. An einer Tankstelle sehe ich die aktuellen Benzinpreise – Super 17490 Dong und Diesel 14600 Dong. Die niedrigen Steuern machen es möglich. Nach 45 min sind wir wieder am Ausgangspunkt angekommen. Die Fahrer bekommen ein kleines Trinkgeld und wir tauschen unserer Erlebnisse aus033 Vietnam 2010 Hanoi 27.
Gleich um die Ecke befindet sich das historische Museum von Hanoi. Bei dem Rundgang möchte unser Reiseleiter zu sehr ins Detail gehen und unsere Gruppe verteilt sich immer mehr. Es ist auch eine gute Gelegenheit um innerhalb der Reisegruppe Kontakte zu knüpfen. Nach knapp 1 h haben wir den Rundgang beendet.
039 Vietnam 2010 Hanoi 33Um 17:00 Uhr beginnt schon die Vorführung im Thang Long Wasserpuppentheater Hanoi. Der Eintrittspreis (je 60.000 VND) ist in der Rundreise enthalten und wir müssen nur die Gebühr für die Videokamera (ebenfalls 60.000 VND) bezahlen. Jeder Besucher erhält ein Programm mit den einzelnen Titeln. Die Geschichten erzählenden Holzpuppen in Verbindung mit der traditionellen Musik machen die Vorstellung zum Erlebnis. 041 Vietnam 2010 Hanoi 35Zum filmen und fotografieren sind die hinteren Reihen wegen des diffusen Lichtes weniger geeignet. Die Puppen bewegen sich sehr schnell und oft sind die Vorderleute im Bild.
Es werden 17 verschiedene Stücke aufgeführt und trotzdem ist die Zeit schnell vorbei. Die Vorstellungen sind zum großen Teil ausverkauft und auch bei uns waren nur einige Plätze frei. Kurz vor 18:00 Uhr ist die Vorstellung schon vorbei.
Zum Abendessen fahren wir zu einem Restaurant, welches sicher oft von Rundreisegruppen besucht wird. Es gibt ein Menü mit acht Gängen und natürlich ist auch Seafood dabei. Für alle, welche Seafood nicht mögen, gibt es aber Alternativen. Dezente Livemusik rundet den Abend ab.
Und warum gab es heute so viele Blumen? Es war Internationaler Frauentag!!!
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