02.02.2013 

Der Wecker des iPhone klingelt um 6:00 Uhr. Die Zeitverschiebung macht sich doch bemerkbar, denn wer steht gern um Mitternacht auf? Das Frühstücksangebot im Hotel ist ganz ordentlich. Ich hätte aber nicht gedacht, dass es um diese Uhrzeit schon so voll ist. Mit der Sky Train wollen wir zum Treffpunkt fahren, von dem fast alle Touren des Veranstalters Green Mango beginnen. Die Fahrkarten, welche wir schon gestern gekauft haben, können wir als Andenken behalten. Sie sind nur am Ausstellungstag gültig. Bei den Preisen der Bangkoker Sky Train ist das jedoch nicht so schlimm. Die Fahrt zum Central Peer kostet gerade einmal 30 Baht. Die Züge sind nicht mehr ganz so kalt wie wir sie noch von 2007 in Erinnerung haben. Thailand 2013 Maeklong Tour 06Wir sind überpünktlich am vereinbarten Treffpunkt und können uns noch etwas umsehen. Die Expressboote sind das schnellste und preiswerteste Transportmittel in Bangkok. Für die Veranstalter ist der Standort ein beliebter Treffpunkt, weil er mit dem Schiff und der Sky Train erreichbar ist. Thailand 2013 Maeklong Tour 12Das Interesse an dem heutigen Ausflug ist so groß, dass man die Gruppe teilt. Mit dem Bus verlassen wir das Zentrum von Bangkok in westlicher Richtung. Unser erstes Ziel ist ein Fischmarkt, der fernab der Touristenströme noch seine Ursprünglichkeit erhalten hat. Fische in allen Größen, Muscheln, Schnecken, Krabben, Garnelen und Tintenfische werden zum Kauf angeboten. Es ist genügend Zeit um sich einen groben Überblick über das Angebot zu machen. Dass die angebotenen Waren wirklich fangfrisch sind, konnten wir direkt am Fluss sehen. Hier wurden die Boote der Fischer entladen und der Fang an Ort und Stelle verkauft. Mit der Fähre wechseln wir das Flussufer. Nach wenigen Metern zu Fuß steigen wir auf das Fahrrad um. Mit der Fahrradrikscha fahren wir zum nächsten Etappenziel. Thailand 2013 Maeklong Tour 20Wir wollen eine Strecke mit dem Zug fahren, dessen Ausgangspunkt der Bahnhof Ban Laem sein wird. Ziel unserer Reise ist der Bahnhof Mae Klong, welcher nur durch die Fahrt durch den Talad Rom Hoob erreichbar ist. Thailand 2013 Maeklong Tour 30 Die Eisenbahn nutzen viele Einheimische aber auch kleine Touristengruppen. Die Tür am Ende des Zuges wird geöffnet, damit lange Bambusstangen transportiert werden können. Dadurch haben wir die Möglichkeit einige Fotos der Schienen zu machen. Nach starken Regenfällen fährt manchmal tagelang kein Zug, weil die Gleise überflutet sind. Thailand 2013 Maeklong Tour 33Auch heute sind noch einige Stellen des Schienennetzes unter Wasser. Der Zug fährt dann mit Schrittgeschwindigkeit, damit der Lokführer eventuell auf die Gleise gespülte Gegenstände sehen kann. Die Zugfahrt ist eine sehr schaukelige Angelegenheit. Mit hoher Geschwindigkeit ist hier schon lange kein Zug mehr gefahren. Auf den ersten Kilometern der Zugfahrt sind die Häuser bis an den Gleisbereich gebaut. Viele Stellplätze der Pkw sind nur durch die Fahrt über die Schienen erreichbar. Aus dem Zugfenster erhält man so auch einen Einblick in das Privatleben der Anwohner. Ab und zu hält der Zug bei den wenigen Ortschaften an.
Einige Abschnitte sind für die Landwirtschaft und die Bebauung nicht geeignet. Es haben sich große Seen gebildet und zahlreiche Vögel sind hier heimisch. Obstplantagen und pure Wildnis wechseln sich ab. Südlich der Bahnstrecke wird auf riesigen Flächen aus dem Meerwasser Salz gewonnen.
Mit kleinen Lastkähnen wird das Salz abtransportiert. Auf der gegenüberliegenden Seite sehen wir jetzt vermehrt wieder Wohnhäuser. Die geplante Fahrzeit von 1 Stunde ist schon weit überschritten und wir sollten uns der Endhaltestelle nähern. Der Lokführer gibt ein Signal und schon fährt der Zug langsam durch den Markt. Mit wenigen Zentimetern Abstand fahren wir an den Marktständen vorbei. Viele Zugpassagiere fotografieren aus dem Zug aber auch viele Touristen haben sich zwischen den Ständen platziert, um wiederum den Zug abzulichten. Der Zug pendelt mehrmals täglich zwischen den beiden Endhaltestellen.

Thailand 2013 Maeklong Tour 44

Die Lichtbedingungen sind zum Fotografieren aber nicht die Besten. Viele Bilder sind nicht verwendbar. Nach ziemlich genau 90 Minuten fahren wir in den Bahnhof Mae Klong ein. Noch schnell ein paar Bilder vom Bahnhof gemacht und dann heißt es auch schon, einen günstigen Standort für die Rückfahrt zu suchen. Schon wenige Minuten nach der Ankunft fährt der Zug wieder durch den Markt. Diesmal sehen wir uns das  Schauspiel von außen an. Die Standbesitzer wissen genau was Sie an den Gleisen liegen lassen können.
Nachdem die Stände wieder aufgebaut wurden, sehen wir uns das Angebot noch etwas genauer an. Die Preise sind hier noch wesentlich günstiger als im Großraum Bangkok. Eine Ananas für 10 THB werden wir so schnell nicht wieder sehen. Für einen Einkaufsbummel haben wir jedoch keine Zeit.
Thailand 2013 Maeklong Tour 51Mit unserem kleinen Bus fahren wir wieder ein kleines Stück zu einer Bootsanlegestelle. Wir machen eine Programmänderung und ziehen den Besuch der schwimmenden Märkte von Amphawa vor. Mit dem Motorboot fahren wir noch ein Stück durch die Khlongs und sehen uns die Umgebung aus einer anderen Perspektive an. Obstplantagen reichen bis an das Ufer und verdecken die teilweise dichte Besiedlung. Es ist Mittagszeit und die Terrassen am Flussufer laden zu einer Pause ein. Die ersten schwimmenden Garküchen kommen uns entgegen und übernehmen die Versorgung. Bis zu den schwimmenden Märkten kann es nicht mehr weit sein. Nach einer Biegung des Flusses beginnt das bunte Treiben. Auf den kleinen Booten wird gekocht, gegrillt oder auch kalte Speisen serviert. An beiden Flussufern bieten auch zahlreiche Stände ihrer Waren an. Mit unserem Boot fahren wir bis zum Ende des Marktes, wenden und suchen uns eine Stelle zum Anlegen. Unser Reiseleiter gibt uns 30 Minuten, um auf eigene Faust wenigstens etwas von dem unüberschaubaren Angebot zu erfassen. Auch in den Nebenstraßen gibt es Geschäfte und Restaurants, sodass man eigentlich mehrere Stunden braucht, um sich das wichtigste anzusehen.

Thailand 2013 Maeklong Tour 61Mit dem Bus fahren wir dann weiter zu unserer nächsten Station und steigen wieder auf ein Boot um. Am Flussufer sehen wir auch Unmengen von Krabben und Schlammspringern. Bei dem kleinen Fischerdorf Khlong Klone werden Muscheln aus dem Schlamm des Flusses gesucht. Wenn man die Muschelsucher im Wasser stehen sieht, könnte man denken, es seien Bankräuber. Thailand 2013 Maeklong Tour 60Als Schutz vor der reflektierenden Wasseroberfläche haben Sie sich voll vermummt. Die Muscheln werden nur grob gewaschen und in das Boot gekippt. Wir fahren weiter Richtung Ozean und kommen in einem Bereich der Austernzüchter. Stelzenhäuser so weit man sehen kann zeigen, wie flach das Wasser hier ist und wie wichtig die Austernzucht als Einnahmequelle verbreitet ist. Es ist schon fast 15:00 Uhr und es wird endlich Zeit für das Mittagessen. Mitten im Fluss wurde eine überdachte Plattform gebaut, welche sicher nur für Touristen errichtet wurde. Der Tisch ist reichlich gedeckt und das Essen hätte für die doppelte Anzahl von Personen gereicht. Das Essen ist im Preis der Tagestour enthalten nur die Getränke müssen wir selber bezahlen.
Thailand 2013 Maeklong Tour 63Frisch gestärkt fahren wir das nächste Etappenziel an. In den Mangrovenwäldern gibt es einige Horden Affen, welche hier öfter gefüttert werden. Unser Bootsfahrer ruft mehrmals und schon erscheinen die ersten Affen am Ufer. Sie werden mit Bananen gefüttert und verfolgen unser langsam fahrendes Boot. An einer etwas breiteren Stelle des Flusses haben wir genug Platz, um zu wenden. Es ist 16:00 Uhr und Zeit für den Heimweg. Das Boot bringt uns zum Ausgangspunkt zurück und mit dem Minibus fahren wir zurück nach Bangkok. Am Sathorn Pier endet der sehr schöner Ausflug.
Gleich um die Ecke gibt es viele Verkaufsstände und Garküchen. Das Angebot und die Preise sind aber schon sehr auf die Touristen abgestimmt.
Im Nationalstadion gleich neben dem Hotel findet bis spät in die Nacht eine Veranstaltung statt. An eine zeitige Nachtruhe ist, dadurch nicht zu denken. So schön, wie die zentrale Lage des Hotels ist, in den Herbergen am Flussufer schläft man sicher ruhiger.

 

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