Thailand 2007 Wat Phra Doi Suthep 1Heute konnten wird endlich einmal wieder ausschlafen, denn wir wurden erst um 07:00 Uhr geweckt. Unser erstes Ziel ist das Kloster Wat Phrathat Doi Suthep Rajvoravihara auf dem Berg Doi Suthep 16 km westlich von Chiang MaiThailand 2007 Wat Phra Doi Suthep 6. Mit dem Bus fahren wir schon kurz nach verlassen der Stadt immer steil bergauf. Sehr kurvenreich scheint die Strasse in den Wolken zu enden. Endlich sind wir oben angekommen aber immer noch nicht am Ziel. Wir werden schon von einigen Bilderverkäufern erwartet und schon bald kommen auch andere Händler dazu. Einige sind sehr aufdringlich und werden laut.

Bis zum Kloster müssen wir nur noch die 306 Stufen der von Naga bewachten Treppe hinauf steigen. Oben angekommen bietet sich ein schöner Rundgang an. Immer wieder kann man auf die Stadt Chiang Mai sehen aber leider wird die Sicht durch den Dunst etwas getrübt. 1383 wurde der Tempel von König Kuena erbaut. Die kleine Anlage hat ihren eigenen Reiz und wir haben für die Besichtigung genug Zeit. Man sieht sehr viele schöne Malereien und Buddha-Bildnisse. Es sind auch noch nicht sehr viele Besucher auf der Höhe von 1000 Metern angekommen. Nach etwa einer Stunde müssen wir aber auch wieder die Stufen hinab steigen und fahren dann weiter in das Zentrum der Handwerkskünste 3 km östlich von Chiang Mai.

Mit dem Bus benötigen wir eine knappe Stunde. Auf dem Weg sehen wir viele neue Wohnviertel mit Sicherheitszaun und eigenem Wachpersonal. Baumschulen bieten sehr große Bäume mit Wurzelballen an. Für das nötige Kleingeld gibt es einen pflanzfertigen Wald2007.03.29 - 11_11_38.

Im Ort San Kamphaeng gibt es einige Kunsthandwerksläden und Fabriken und diese wollen wir jetzt besichtigenThailand 2007 Lackarbeiten. Eine Werkstatt für Lackarbeiten macht den Anfang. Nach einer Einweisung in die verschiedenen Techniken der Lackmalerei machen wir in der Werkstatt einen Rundgang. Mit viel Präzision und hoher Geschwindigkeit werden die Ornamente auf die schwarzen Grundkörper gemalt oder es wird Eierschale in die nasse Lackschicht geklopft. Die fertigen Teile werden dann in einem eigenen Ausstellungsraum verkauft. In unmittelbarer Nachbarschaft gibt es auch hier einen Schmucktempel. Filmen und Fotografieren ist aber in den Verkaufsräumen verboten. Wie in vielen anderen Ländern wird auch hier versucht den Touristen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Mit viel Personal, schönem Ambiente und kostenloser Bar werden die Kunden weichgeklopftThailand 2007 Schirmfabrik 1. Auch in unserer Gruppe können einige Leute nicht wiederstehen.

Interessanter ist dann wieder die Schirmfabrik in der Umgebung. Jedes Einzelteil wird in Handarbeit hergestellt, der Schirm aufwendig montiert und dann für wenig Geld verkauft. Ein Schirm mit Motiv und 50 cm Durchmesser kostet 120 Baht. Man kann dort auch jedes andere Teil bemahlen lassen. Der Preis richtet sich nach dem Motiv – Muster gibt es in großer Auswahl. Von der Jeans über Kamerataschen bis zu den Schuhen wird alles verziert. In dem großen Verkaufslager hat man dann die Qual der Wahl. Es gibt Schirme in jeder Größe, Form und FarbeThailand 2007 Schnitzerei 1.

Weiter geht die Fahrt mit dem Besuch einer Werkstatt für Teakholzmöbel und schöne Schnitzereien2007.03.29 - 13_13_46. Der gesamte Arbeitsablauf vom Stamm bis zum Endprodukt wird uns erklärt und ist zu sehen. Einige halbfertige Produkte zeigen die verschiedenen Arbeitsschritte und wir können sehen mit wieviel Aufwand hier gearbeitet wird. Im Ausstellungsraum werden dann die besten Stücke präsentiert und zum Verkauf angeboten. Trotz des starken Euro bleiben diese Möbel an uns unverkäuflich. Auch die edlen geschnitzten Wandbilder liegen im 5-stelligen Bereich (Euro). Die Verarbeitungsqualität ist aber auch auf dem gleichen hohen Niveau. Für einen kleinen Unkostenbeitrag wird sogar die Lieferung nach Deutschland organisiert. Nur einige Produkte aus der Kleinserienfertigung sind auch für Normalverdiener gedacht.

Zum Abschluss besuchen wir eine Seidenfabrik. Diese Firma hat leider nicht die Qualität der anderen Werkstätten. Das Personal macht einen lustlosen Eindruck und auch die Produktion der Seide ist in wenigen Minuten erklärt. Etwas mehr Auswahl hätte ich mir auch im Verkaufsraum gewünscht.

Wir fahren am frühen Nachmittag wieder zurück in das Hotel und haben den Rest des Tages für eigene Aktivitäten. Den Nachtmarkt von Chiang Mai soll man sich nicht entgehen lassen und so beginnen wir unsere Shoppingtour schon am Nachmittag. Es gibt ja auch diverse Center und Märkte die zu normalen Zeiten geöffnet haben. Ein Kaufhaus ist voller Läden für Heimelektronik. Eine unvorstellbare Auswahl an Produkten aber zu normalen Preisen – leider. Das Angebot an Schuhen und Textilien in den Kaufhäusern ist nicht so überwältigend. Die Qualität relativiert wieder die niedrigen Preise. Im unteren Bereich der Passagen sind einige Künstler dabei Bleistiftzeichnungen und andere Porträts anzufertigen. Es sind ware Könner ihres Faches und es macht Spaß sie zu beobachten. Es wird dunkel und die ersten Stände des Nachtmarktes werden aufgebaut. Ich glaube jede Marke ist hier mit Plagiaten vertreten. Ob Rucksäcke, T-Shirts, Hosen, Uhren und Parfüm – es wird alles nachgemacht und teuer verkauft. Wir haben keine ernsthaften Kaufabsichten und testen deshalb den Verhandlungsspielraum der Verkäufer nicht, aber die Ausgangsbasis des Preises ist oft sehr hoch. Langsam wird es voll in den Gängen, wir wechseln die Strassenseite und machen uns wieder auf den Heimweg. An den Ständen ist oft kein Durchkommen mehr und wir sind froh das wir schon am Nachmittag unsere Tour begonnen haben.

< < < Zurück - - - < < < Übersicht > > > - - - Nächste > > >

 

(1056)


Kommentare

Rund um Chiang Mai — Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar