In den Tagen unserer Abwesenheit hat sich das Hotel etwas gefüllt. Das Verhältnis von Angestellten zu Gästen könnte jetzt etwa 1:1 sein.

Heute ist Vollmond und damit Feiertag in Sri Lanka. Unsere kleine Gruppe wurde von Geethani zum Essen eingeladen. Ihr Vater war zu Lebzeiten ein angesehener  Mann im Ort und es ist Brauch zu Ehren Buddhas die Mönche einzuladen und anschließend gute Bekannte zu bewirten.Sri Lanka 2002 Schneiderin 5Wir folgen der Einladung und treffen uns an dem Laden. Durch die Siedlung laufen wir zu ihrem Haus und sie zeigt uns ihr Zimmer. Den Anfang  des Hauses bildet immer erst einmal ein großer Raum. Je nach finanzieller Situation werden dann weitere Räume angebaut. Ihr Mann hat für Sie eine höhere Kaste aufgegeben und ist auch von seiner Familie verstoßen wurden. Ein zurück in eine höhere Kaste gibt es nicht. Nur einige Meter entfernt ist ihr Elternhaus. Die Männer versuchen gerade einige Kokosnüsse zu pflücken, kommen aber an die reifen Früchte mit ihrem Stab nicht heran. Die groß gewachsenen Deutschen haben mit ihren langen Armen schon etwas mehr Reichweite und unser Bekannter hilft natürlich gern. Sehr schnell ist die Schale entfernt und die Nuss aufgeschlagen und es kann gekostet werden. Die Mönche lassen sich beim Essen Zeit und wir können uns etwas den Garten ansehen. Wir setzen uns wie die anderen auf den Fußboden und lassen uns die einzelnen Speisen erklären. Mit Rücksicht auf unsere Gesundheit wurde extra Tafelwasser gekauft. Sie selber trinken Wasser aus ihrem Brunnen. In diesem schwimmen Fische um Vergiftungen im Wasser sofort zu merken. Das übliche Curry und Reis gibt es hier zu jeder Mahlzeit. Das Essen ist sehr gut aber an die Schärfe könnte ich mich nicht gewöhnen. Wir lassen uns erklären wie man richtig mit den Fingern ist, denn „wenn schon denn schon“. Fisch, verschiedene Fleisch und Gemüsesorten sowie Reis in allen Farben wird serviert. Obst, auch in vielen uns unbekannten Sorten, gibt es zum Nachtisch.

Wir spenden eine Betrag an Buddha und gehen wieder zu dem Laden der Familie. Eigentlich ist bei Vollmond der Alkoholausschank verboten. Die einheimische Jugend findet alles schön was verboten ist und die Hotels verlegen die Bar auf das Hoteldach. An der üblichen Bar stehen jetzt nur alkoholfreie Getränke im Kühlschrank.
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