Gestern haben wir uns den Wecker schon für 07:30 Uhr gestellt, den nach dem Frühstück müssen wir noch unsere Koffer packen. Mit Wayan haben wir uns für 09:00 Uhr verabredet. Wie immer ist er sehr pünktlich und wir müssen nur noch unserer Hotelrechnung begleichen. Wayan hat sich in den letzten Jahren fast gar nicht verändert. Auch sein Neffe arbeitet für ihn immer noch als FahrerBali 2009 Reisterassen 1. Nur das Auto hat eine andere Farbe, wie sich später herausstellt, hatte er 2005 einen Leihwagen.

Unser erstes Ziel sind die Reisterrassen in der Nähe von Ceking. Es ist immer wieder erstaunlich, wie die einzelnen Terrassen am Hang kleben. Fast jede kleine Fläche wird zum Reisanbau genutzt. Das Grün der Reispflanzen ist so einzigartig, dass man sich kaum satt sehen kann. Bei den Panoramaaufnahmen macht sich mein kleines Stativ bezahlt, denn ich finde fast überall einen BefestigungspunktBali 2009 Pura Gunung Kawi Sebatu 05.

Bali 2005 Rundreise Tag2 heilige Quellen 23Wir fahren einige Kilometer weiter und erreichen den Tempel „Pura Gunung Kawi Sebatu“. Hier findet heute eine Zeremonie statt. Der Eintritt für den Tempel kostet 6000 Rp pro Person und er ist gut besucht. Hierher kommen vormittags nicht die großen Reisegruppen auf Rundreise, sondern die Guides mit ihrem Tagestouristen. Die Touristenbusse verirren sich erst am Nachmittag hierher. Alles ist sehr gut gepflegt und sauber. Der Tempel liegt in einer kleinen Senke und schon wenige Meter nach dem Kassenhäuschen denken wir, hier waren wir doch schon einmal. Auf den ersten Blick kann man den Pura Gunung Kawi Sebatu mit den heiligen Quellen von Tirta Empul verwechseln. Das Bild links wurde 2005 bei den heiligen Quellen aufgenommen und das rechte Bild ist eine Aufnahme aus dem „Pura Gunung Kawi Sebatu“ von 2009. Eine weitere Verwechslungsmöglichkeit besteht mit den namensgleichen königlichen Denkmälern „Gunung Kawi“ im Osten von TampaksiringBali 2009 Blick zum Gunung Badur.

Wir hatten bei unserer Rundreise 2005 sehr viel Pech mit dem Wasser. Vor allem am Gunung Batur hatten wir nur wenige Meter Sicht. Deshalb wollen wir noch einmal zu einem schönen Aussichtspunkt fahren. Von Sebatu fahren wir immer bergauf und erreichen nach einer halben Stunde den Ort Kintamani. Von der TerrasseBali 2009 Gunung Batur 04 des Restaurants „Grand Puncak Sari“ hat man eine sehr schöne Sicht auf dem Vulkan Batur und den gleichnamigen See. Bei einer Flasche Bintang habe ich Zeit für viele Fotos und Wayan ist auch schon eine Weile verschwunden. Die Guides, welche mit Gästen das Restaurant besuchen, bekommen hier ein kostenloses Mittagessen, erzählt er uns später. Wir freuen uns über die schöne Aussicht und merken nicht, dass hinter uns ein Unwetter aufzieht. Nach dem wir unsere Rechnung bezahlt haben, schaffen wir es gerade noch so trocken in das AutoBali 2009 Gallery Ida Bagus Marka 02. Ursprünglich wollten wir uns in Mas die Arbeiten der Holzschnitzer ansehen, aber Wayan hatte eine bessere Idee. In Kemenuh gibt es eine Galerie, wo die Auswahl viel größer ist und die Preise noch verhandelt werden können. Vom Batur fahren etwa eine Stunde bis zu dieser Galerie. Wayan hat nicht zu viel versprochen, die Auswahl ist überwältigendBali 2009 Gallery Ida Bagus Marka 03. Hier gibt es Schnitzereien von nur wenigen Zentimetern Größe bis zu Figuren von über 2 m Höhe. Nach den wir uns den ersten Überblick verschafft haben, sind wir uns einig. Wir möchten eine balinesische Tänzerin, nicht allzu groß und auch nicht schwer darf sie sein. Einer der vielen Verkäufer hilft uns bei der Vorauswahl, wobei wir hier noch nicht nach dem Preis sehen. Es fällt uns sehr schwer nur eine Figur zu kaufen. Wir entscheiden uns für eine kniende Tänzerin aus Hibiskusholz. Auf dem Preisschild stehen 225 $ aber mehr wie 100 € wollen wir nicht ausgeben. Wir einigen uns auf 135 $, welche dann in Rupien ungerechnet und mit Karte bezahlt werden und als Euro auf der Visaabrechnung erscheinen.

Bali 2009 balinesisches Haus 02Nur wenige Minuten entfernt können wir uns ein typisch balinesisches Haus ansehen. Von außen sieht man nur eine Mauer und den Eingang zum Hof. Es gibt mehrere Wohngebäude, einen Bereich für das Vieh, einen eigenen Brunnen, viele Kübelpflanzen und natürlich einen Tempel. Der Hof ist gepflastert und die gesamte Erscheinung ist, dank der Einnahmen durch die Touristen, denke ich nicht mehr ganz so typisch balinesisch. Natürlich übergeben auch wir eine kleine Spende an den Hausherren.

Wayan hat uns für eine Tasse Kaffee zu sich nach Hause eingeladen. So lernen wir auch seine Frau und seine beiden Kinder kennen. Er gehört sicher zu den Besserverdienern auf Bali aber muss dafür auch, von der Regenzeit abgesehen, fast jeden Tag arbeiten. Für ihn gibt es keine freien Wochenenden und Feiertage.

Unser letztes Ziel für den heutigen Tag ist unser Strandhotel „The Laguna“ in Nusa Dua. Beim Check-in werden wir etwas überrascht. Wir bekommen ein kostenloses Upgrade auf ein Zimmer mit Lagunenblick oder könnten, für einen Aufpreis von 40 $, sogar ein Zimmer mit direktem Zugang zur Lagune bekommen. Wir wollen uns aber sehr selten im Zimmer aufhalten und auch öfter im Ozean baden, sodass wir die 325 € lieber für etwas anderes ausgeben wollen. Unser Butler bringt uns auf das Zimmer und schon wenige Minuten später wird der von uns bestellte Cappuccino serviert.

Wir sehen uns noch etwas das Hotel an und gehen dann in der Bali Collection essen. Doch dazu später mehr.
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