Wir werden heute Campeche verlassen und über Kabah, Uxmal sowie der Hacienda Yaxcopoil nach Merida fahren. Nach der gestrigen langen Etappe sind wir heute nur etwa 300 km mit dem Bus unterwegs. Der starke Wind hat wieder nachgelassen aber von der Sonne ist noch nichts zu sehen.Mexiko 2006 Del Mar Es ist bedeckt und nur manchmal sieht man etwas blauen Himmel durch.

Mexiko 2006 Kabah 04Wir verlassen heute die Stadt und den Bundesstaat Campeche und fahren eine längere Strecke nach Kabah. Einige Kilometer vor dem ersten Ziel überqueren wir die Grenze zum Bundesstaat Yucatan. In der Anlage von Kabah sind bisher fast nur Bauwerke der Ostgruppe freigelegt worden. Heute können wir die Gebühr (30 Pesos) für die Videokameras wieder für mehrere Anlagen nutzen und müssen nur die Quittung aufheben. Wir beginnen den Rundgang an einer steilen Treppe welche sich besser hoch läuft als herunter. Das eindruckvollste Bauwerk dieser kleinen Maya-Stadt ist der Tempel der Masken. Mit über 250 Masken des Regengottes Chaaks ist die Fassade des Palastes bedeckt. Leider sind die meisten der langen rüsselartigen Nasen abgebrochen. Plötzlich fängt es wieder an zu regnen.Mexiko 2006 Kabah 05 Unter einem Baum und in einer Ruine findet die Gruppe Schutz. Nach wenigen Minuten ist der Regen wieder vorbei. Kabah wird auch die Schwesterstadt von Uxmal genannt, weil beide Städte mit einer Dammstrasse verbunden waren. Diese Strasse ist noch heute begehbar. Nach etwa 45 Minuten haben wir uns den größten Teil angesehen und laufen zum Bus zurück. Am Eingang hat man die Möglichkeit Holzschnitzereien aus erster Hand zu erwerben. Einige nutzen die günstige Gelegenheit und kaufen hier einige schöne Stücke einMexiko 2006 Mayafamilie 01.

Unweit von Kabah haben wir die Möglichkeit eine Mayafamilie zu besuchen. Dieser Stop ist wieder nicht im Programm enthalten und wir nehmen das Angebot dankend an. Hier erhalten wir eine Lehrvorführung wie man in einer Hängematte richtig schläft und was man in dieser noch so alles treiben kann. Sogar die Herstellung einer Hängematte kann man sich ansehen und wir erfahren etwas über die unterschiedlichen Größen und Qualitäten der mexikanischen DoppelbettenMexiko 2006 Mayafamilie 04. Die Tortillas werden noch tratitionell hergestellt und wer zu lange in der Hütte war, riecht für den Rest des Tages nach Rauch. Der Herr des Hauses zeigt uns wie früher Sisal hergestellt wurde und was die Maya alles aus der Faser gemacht haben. Stolz zeigt er uns seine Schuhe. Wir machen noch einen Rundgang durch das Anwesen der Familie und lassen uns im Garten die verschieden Obstbäume erklären. Mit etwas Trinkgeld verabschieden wir uns und fahren weiter nach UxmalMexiko 2006 Uxmal 12.  Weil die Zubereitung unseres heutigen Mittagessens etwas länger dauert, müssen wir schon vorab bestellen. Die komplette Bestellung wird in einem Erdofen auf heißen Steinen gedünstet.

Nach einigen Kilometern sind wir in Uxmal angekommen. Schon der Eingang macht einen anderen Eindruck als alle bisher gesehenen Anlagen. Auch der Eintrittspreis läßt Großes erwarten. Die Pyramide des Wahrsagers ist gleich das erste Bauwerk welches wir uns ansehen. Mexiko 2006 Uxmal 08Leider dürfen wir die Pyramide nicht besteigen. Das gewaltige Bauwerk hat eine Fläche von 80×85 m und ist 38 m hoch. 5 mal wurde hier gebaut bis die heutige Höhe erreicht wurde. Ständige Begleiter und Beobachter sind die Leguane, welche gegenüber den Besuchern sicher in Überzahl sind.Sogar auf den Bäumen liegen sie in der Sonne. Nächster Höhepunkt des Rundganges ist das Nonnen-Geviert westlich der Pyramide.  Die Details der Fassaden sind noch gut erhalten und man kann sich gar nicht satt sehen.Mexiko 2006 Uxmal 10  Auf dem Ballspielplatz mit seinen Ringen laufen wir in Richtung des Gouverneurspalastes. Über eine seitliche Treppe gelangt man auf die Plattform mit dem etwa 100 m langem Gebäude. Wegen der Sicht auf den Morgenstern Venus ist das Gebäude in südöstlicher Richtung ausgerichtet. Auch die weiße Strasse nach Kabah verläuft auf dieser Linie. Es ist der längste Fassadenbau der Maya überhauptMexiko 2006 Mittagessen 02. Die verbleibende Zeit nutze ich um die große Pyramide und das Taubenhaus anzusehen. Noch einige Aufnahmen und schnell zum Ausgang geeilt.

Um 14:30 Uhr wurde das Essen in unserem Beisein ausgegraben, schmeckte sehr gut und zur Verdauung gab es die Spezialität des Hauses.

Als letzte Tagesetappe besuchen wir die Sisal-Hacienda Yaxcopoil. Sie wurde im 17. Jahrhundert gegründet und hatte eine max. Fläche von 11.000 ha. Heute ist die Hacienda ein privates Museum in dem Zimmer, Möbel und Maschinen der glanzvollen Zeit zusehen sind. Der Eintritt kostet 50 Pesos und ist nicht zu viel. Die Eigentümer sind Erben der einstigen Besitzer aus dem Jahr 1864. Für die Erhaltung der Bausubstanz und der Zimmer müßte etwas mehr getan werden, auch wenn das Anwesen zum Verkauf steht. Über die Hacienda gibt es eine Erläuterung mit Lageplan in deutscher Sprache. Auch der Internetauftritt ist sehenswert und reich bebildert. Nach etwa einer Stunde fahren weiter in das Hotel Del Gobernador in Merida.

Der Abend steht zur freien Verfügung und alle erhalten einen Stadtplan von Merida. In unmittelbarer Umgebung des Hotels gibt es einige sehr gute Restaurants. Heute entscheiden wir uns für das Amaro – eine sehr gute Wahl. Mit einem kleinem Stadtbummel geht der Tag zu Ende.

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