Mexiko 2006 Holiday Inn Chetumal 03

 

Wieder klingelt um 06:30 Uhr der Wecker meines Handys. Auf den Weckruf der Hotels will ich mich lieber nicht verlassen müssen. Die Rundreise führt uns heute von Chetumal über Kohunlich und Chicanna nach Palenque. Mit etwas über 500 km ist es die längste Einzeletappe dieser Rundreise. Wieder überprüft jeder die Vollzählichkeit seiner Koffer und pünktlich sind Alle im Bus.

Unser erstes Ziel am heutigen Tag ist die archäologische Zone von Kohunlich. Vorbei an Zuckerrohrfeldern und Buschwald fahren wir auf der Mex 186 Richtung Westen. Die Vegetation wird üppiger und auch Mexiko 2006 Kohunlich 04 die Bäume sind größer als an der Küste. Nach einer Stunde Fahrzeit haben wir die Ausgrabungsstätte erreicht. Diese Anlage ist nicht so überlaufen wie Tulum gestern. Von dem Parkplatz am Eingang führt ein breiter schattiger Weg zu den ersten Gebäuden. In Kohunlich sind vor allem die etwa 2m hohen Stuckmasken sehenswert.Mexiko 2006 Kohunlich 03  Zum Schutz vor der Sonne und den Regenschauern wurde ein Dach über die Fläche gebaut. Wer die Stufen bis nach oben steigt bekommt eine schöne Sicht auf die Landschaft der Umgebung. Für ängstliche und ungeübte Kletterer gibt es an beiden Seiten Möglichkeiten zum Festhalten. Auf den Bäumen machen sich die ersten Papageien bemerkbar und die vielen Bromelien an den Baumstämmen möchten auch mal fotografiert werden. Einige Bäume sind gut 40m hoch und damit größer als die Bauten der Maya’s. Das Dschungelgebiet von Belize breitet sich bis hierher aus und mit etwas Glück kann man einige der einheimischen Tiere entdecken. Leider hat eine große Schulklasse den Weg hierher gefunden und deren Lautstärke dürfte jedes Tier in Flucht geschlagen haben. Wir halten uns etwas über eine Stunde in Kohunlich auf und 09:15 Uhr fahren wir weiter Richtung Chicanna. Nach einigen Kilometern verlassen wir den Bundesstaat Quintana Roo und sind sehr überrascht das es zwischen den einzelnen Bundesländern Grenzkontrollen und Zollabfertigung gibt. Carlos erzählt uns das es aber sehr selten zu Kontrollen der Touristenbusse kommt.Mexiko 2006 Chicanna 01

Einige Minuten nach halb Zwölf sind wir an der Maya Stätte Chicanna im Bundesstaat Campeche angekommen. Die ebenfalls sehr kleine Anlage beeindruckt durch ihre hohen Turmbauten und die reich mit Mustern verzierten Fassaden. Naturliebhaber sehen hier auch wieder zahlreicheMexiko 2006 Chicanna 03 Orchideen und Bromelien auf den Bäumen wachsen. Nach etwa 45 Minuten haben wir uns die 6 Bauten angesehen und machen uns auf die letzte Tagesetappe. An einer Tankstelle machen wir eine längere Pause. Das Außenthermometer des Busses zeigt 42 Grad Lufttemperatur an. Die Luft bewegt sich nicht etwas und schnell suchen wir den Laden gegenüber auf. Neben Getränken gibt es hier auch etwas gegen den kleinen Hunger.

Die Landschaft wird immer offener und die ersten Rinderweiden tauchen auf. Riesige Herden sind auf den Wiesen und an den Stallungen sieht man gesattelte Pferde stehen. Manche Anwesen sehen sehr gepflegt und wohlhabend aus aber die meisten sind sehr herunter gekommen. Auf den Strassen ist es sehr ruhig. Nur manchmal überholen wir einen LKW oder es kommt uns ein Fahrzeug entgegen. Nur dadurch ist es möglich mit dem Bus solche Strecken zurück zulegen. Die LKW fahren hier auch wesentlich schneller als es in Deutschland denkbar ist.

Wir verlassen den Bundesstaat Campeche und passieren die Grenzen zu Tabasco und Chiapas. An der Seite stehen einige beladene LKW. Die Fahrzeuge sind nicht durch die Zollkontrollen gekommen, werden dann einfach dort mit der Ladung abgestellt und meist nie wieder von den Eigentümern zurückgefordert.

Noch vor Einbruch der Dunkelheit erreichen wir das Hotel Mision Palenque. Das Hotel liegt sehr ruhig in einem großen Park. Die Zufahrt führt über eine schöne Allee mir riesigen Bäumen. Hier werden wir 2 Nächte verbringen und auch das Abendessen ist im Preis enthalten.

Weil wir heute sehr viel im Bus gesessen haben wollen wir uns noch etwas in der Stadt umsehen. Wir haben heute den 21.03. und damit feiert Mexiko den Geburtstag des Reformpräsidenten Benito Juarez. Er wurde 1858 erster indigener Präsident Mexikos. Bis in die Nacht sind die Strassen voller Leben und auf einem grossen Platz reiht sich ein Marktstand an den Anderen. Mir fällt auf, dass ich bisher noch nie alkoholische Getränke im Freiverkauf gesehen habe. Sowohl an den Haltestellen der Touristenbusse als auch hier gibt es kein Bier zu kaufen. In einer Seitenstrasse finde ich einen kleinen Laden der diese Marktlücke ausfüllt. Hier gibt es sogar das dunklere und besser schmeckende Lagerbier. Unter der Bezeichnung XX kennt es in dieser Region jeder. So schön es auch hier ist aber so langsam müssen wir zurück in das Hotel. Die meisten unserer Reisegruppe werden schon lange schlafen.

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