Heute wollen wir einen Fußmarsch zum Hallerpark machen. Gestern sind wir 2 mal am Eingang des Parks vorbeigefahren und haben die Entfernung auf etwa 8 km geschätzt. In einem Steinbruch der größten Zementfabrik Afrikas hat der Schweizer Rene Haller ein Naturparadies entstehen lassen und in jedem Reiseführer wird dieser Park als lohnendes Ausflugsziel genannt. Kenia 2003 Hallerpark 0

Wir verlassen das Hotel und machen uns auf den Weg. Verlaufen können wir uns eigentlich nicht denn wir müssen der Straße Richtung Mombasa folgen und nur den Eingang nicht verpassen. Kaum sind wir auf den Fußweg schon haben wir diverse Angebote. „Papa, Mama Taxi?“ Keiner kann verstehen warum wir freiwillig zu Fuß unterwegs sind und nicht in einem Auto mit Klimaanlage sitzen. Wir nutzen den Schatten großer Bäume um nicht unnötig in der Sonne zu laufen. Die erste Zeit sind immer noch Hotels in der Nähe und Bettler nicht weit aber langsam werden die Gebäude und Bäume weniger. Der Weg streckt sich gewaltig in die Länge und nur dieses Schild zeigt uns das wir noch nicht vorbei gelaufen sind. 2 Stunden in der Sonne und es ist Mittagszeit.

2 Kenianer überholen uns und haben mitbekommen das wir deutsch sprechen. Schon sind wir im Gespräch und der Weg bis zum Hallerpark soll nicht mehr so lang sein. Einer der beiden bringt uns zum Eingang und wir verabreden uns für den nächsten Tag. Wir haben knapp 3 Stunden gebraucht und damit waren es sicher mehr als 8 Km.

Kenia 2003 Hallerpark 4Der Eingang des Parks ist auch gleichzeitig der ersehnte Getränkestützpunkt. Gut gekühlt aus dem Eisschrank bezahlt man für eine Flasche fast jeden Preis. Aber nicht die Getränkepreise sondern den Eintritt von 600,- KSh pro Person halte ich für übertrieben.

Da fliegen wir nach Afrika und gehen in den ZOO. Die sehr schöne Anlage kann eine Safari sicher nicht ersetzen aber sie hat zum Beispiel Fischteiche, eine Krokodilzucht, eine Schlangenfarm und große Tiergehege. Die Führungen werden in vielen Sprachen durchgeführt und wir schließen uns einer großen deutschen Gruppe an. Gut 2 Stunden dauert der Rundgang und wir schlendern langsam wieder Richtung Ausgang.

Kenia 2003 Hallerpark 11Für den Rückweg wählen wir eine andere Strecke. Der Strand ist unser Ziel und dann immer am Wasser entlang. Quer durch die Vororte Mombasas laufen wir in Richtung Ozean. Rohbauten von Häusern sind wieder zugewachsen, Dickicht und Gestrüpp wechseln sich ab mit schön bepflanzten Gärten und schmucken Villen. Ab und zu kommt ein PKW den staubigen Weg entlang aber der Wind steht günstig und uns bleibt ein Staubbad erspart. Endlich finden wir einen Durchgang zum Strand und sehen die weit sichtbaren weisen Häuser von Mombasa. Etwas erleichtert sind wir schon aber jetzt sehen wir erst welchen Weg wir noch vor uns haben. Einige Grundstücke sind gut gepflegt aber wir sehen auch ehemalige Hotels deren Gelände sich die Natur zurück geholt hat. „Strandschwalben“ sammeln sich, die Einheimischen verbrennen ihren Müll am Strand und nach einiger Zeit kommen uns die ersten Urlauber entgegen. Vor allem gemischte Paare gehen in die Richtung von der wir wissen das dort außer Ruinen vorläufig kein bewohnbares Grundstück kommt.

Wir haben heute ein Stück Kenia gesehen was schon sehr viele Touristen besucht haben, aber nur weinige Meter entfernt ist das andere Stück wo viele Urlauber lieber wegsehen. Unsere Reiseleiterin wusste von einigen Überfällen auf Urlauber zu berichten und hat uns vor solchen Touren gewarnt aber ich denke wie es in den Wald hinein schalt, so schalt es auch heraus.

In unserem Hotelzimmer liegt ein Brief. Gabi hat uns die Flugtickets geschickt und so steht unserer Safari ab 08.03.03 nichts mehr im Weg.
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