Das Hotel RIU Merengue

Riu Merengue - 01Das Hotel gehört zu einem Hotelkomplex welche aus drei Anlagen besteht. Das „RIU Merengue“ unterteilt sich in das „Merengue Village“ und „Merengue Garden“ und hat das Hotel „RIU Bachata“ als Nachbarn. Von der Hotelklassifizierung hat das „Riu Merengue“ noch einen Stern mehr als das „Riu Bachata“. Die Angaben der Hotels weichen aber von den Katalogseiten der Anbieter erheblich ab. Sogar auf den Hinweistafeln innerhalb der Hotelanlage wurden, sicher durch die Gäste, einzelne Sterne entfernt. Für die vier Nächte haben wir uns nur für ein Standardzimmer entschieden. Die Größe der Zimmer ist gerade noch so akzeptabel, aber optisch und technisch sind die Zimmer stark renovierungsbedürftig. Von der fünf Sterne Klassifizierung, welche das Hotel einmal hatte, ist nicht mehr viel übrig. Die Betten und Möbel sind abgewohnt und auch bei der Technik dürfte sich seit der Hoteleröffnung nicht viel geändert haben. Die Klimaanlage verströmt einen unangenehmen Geruch, weshalb wir auf deren Einsatz verzichten. Die Fenster und Türen sind zusätzlich mit Fliegengitter versehen, sodass man auch ohne Klimaanlage schlafen kann. Die Temperaturen in Puerto Plata sind doch aktuell um 3-4°C höher, als zur gleichen Zeit auf der Halbinsel Samana.Riu Merengue - 09 Der Balkon hat fast die gleiche Größe wie das Zimmer, ist aber mit einem kleinen Tisch und zwei Stühlen sehr sparsam möbliert. Ein kleiner Wäscheständer an der Wand ist für das Trocknen der Badesachen ausreichend. Die Ausstattung des Bades entspricht der Zimmerkategorie und hat auch nur eine Badewanne mit Duschevorhang. Wie wir gesehen haben, werden einige Zimmer farblich neu gestaltet und anschließend mit den alten Möbeln ausgestattet. Riu Merengue - MinibarÜber dem Durchschnitt ist dagegen die Ausstattung der Minibar, welchen im Zimmerpreis enthalten ist. Neben dem üblichen Kühlschrank ist darüber ein Schrank mit vier Schnapsflaschen angebracht, welcher mit Gin, Brandy, Wodka und Rum gefüllt ist. So wie es aussieht, war Gin gerade nicht lieferbar. Der Hinweis, dass die Minibar aller zwei Tage aufgefüllt wird, lässt auch den größten Alkoholiker ruhig schlafen.
Jede der drei Hotelanlagen hat ein eigenes Hauptrestaurant und mehrerer Spezialitätenrestaurants. Das Speisenangebot ist aber in allen drei Hotels nahezu identisch und man kann sich den längeren Weg in die benachbarte Hotelanlage sparen. Durch die Größe der Anlage fällt auch der Speisesaal entsprechend aus. Es gibt keinerlei Unterteilungen bzw. Abtrennungen, sodass Alles unfreundlich und laut ist. Das Frühstücksangebot ist nicht auf dem Niveau einer 4 Sterne Anlage. Der Kaffee schmeckt nach einer löslichen Variante und andere Kaffeespezialitäten gibt es im Frühstücksangebot nicht, sondern erst ab 10:00 Uhr an der Bar. Mittags und Abends ist das Angebot etwas besser und für Jeden sollte etwas dabei sein. Das Personal wirkt in den Restaurants unmotiviert und lustlos. Getränke kann man sich bringen lassen oder man füllt die Gläser selber mit Wein oder Bier. Die Selbstversorgung ist meist die schnellere Variante. Nicht einmal das Abräumen der leeren Teller funktioniert reibungslos.
Für das italienische Restaurant und das Steakhaus muss man sich den Tisch reservieren lassen. Leider ist das erst am gleichen Tag ab 07:00 Uhr möglich und die Frühaufsteher haben schon zugeschlagen. Zu den normalen Frühstückszeiten hat man kein Glück mehr, einen Tisch zu bekommen.
Riu Merengue - 25In jeden der zweistöckigen Gebäude befinden sich acht Zimmer. Zwischen den Häusern ist ausreichend Platz und die freien Flächen sind ansprechend bepflanzt. Die Häuser scheint man in den Baumbestand gebaut zu haben, denn einige Palmen wachsen hier durch die Häuser. Zwischen dem „RIU Merengue“ und dem Nachbarhotel „RIU Bachata“ befindet sich eine kleine Einkaufsstraße, welche gleichzeitig als räumliche Trennung dient. Die Hotelgäste können im Bereich der Lobby über WLAN täglich 1 Stunde im Internet surfen. Im Nachbarhotel gibt es die gleiche Regelung, sodass man auch hier das Angebot nutzen kann.
Riu Merengue - 06Der Hotelkomplex befindet sich in einer abgeschlossenen Bucht und hat dadurch einen abgegrenzten Strandbereich. Nur ein kleiner Weg führt außerhalb der Hotels hierher und wird als Zugang für die keine Tauchschule genutzt. Liegen sind ausreichend vorhanden und zu jeder Uhrzeit findet man freie Plätze. Nur im Bereich der Pools findet man selten einen freien Platz. Hier ist es uns aber bei Weitem zu laut und wir ziehen einen schattigen Platz am Strand vor. Handbücher für den Strand werden im Bereich der Pools ausgegeben und man kann diese mehrmals am Tag tauschen. Trockene Handtücher sind am Nachmittag nicht immer erhältlich. Die Getränke werden hier in Mehrwegbechern serviert. Als Sammelstelle wurden Eimer am Strand verteilt. Leider wurde an die Raucher nicht gedacht. Durch fehlende Aschenbecher liegen die Reste der Zigaretten überall im Sand. Die Strandqualität ist hier nicht so gut wie in Las Terrenas. Der Sand ist nicht so fein und mit Korallen, Steinen und Muscheln versetzt. Der Strand fällt steil ab, ist aber dadurch auch bei Ebbe zum Baden geeignet. Auf der einen Seite wird der Bereich durch eine Landzunge begrenzt und auf der anderen Seite geht der weiße Sand in schwarzen über und dann beginnen die Felsen.
Riu Merengue - 04Neben dem Nachbarhotel „RIU Bachata“ befinde sich die Baustelle für den neuen Hafen. Hier sollen dann die großen Kreuzfahrtschiffe anlegen. Ab 07:00 Uhr sind der starke LKW-Verkehr und die Baugeräusche nicht zu überhören. Die Straße führt direkt am Hotel entlang. Wenn die Rohre in den Untergrund gerammt werden, hört man das sogar am Strand. Zu unserem Glück wirken die hohen Gebäude des Nachbarhotels wie eine Schallschutzwand.
Die Gäste kommen aus allen Teilen Europas, aber auch vom amerikanischen Kontinent. Der Alkoholkonsum fast rund um die Uhr, hat bei einigen Urlaubern die bekannten Nebenwirkungen. Da kann es nachts auch schon einmal laut im Hotel werden.
Das „RIU Merengue“ im jetzigen Zustand kann man nicht weiter empfehlen. Die Einstufung als vier Sterne Hotel in den Katalogen der Reiseanbieter ist mindestens eine Kategorie zu hoch. Wir hatten nur vier Tage gebucht und deshalb keine Anstrengungen unternommen, um das Hotel zu wechseln. Einen längeren Aufenthalt hätten wir sicher nicht auf uns genommen.
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