Das Hotel „Gran Bahia Principe El Portillo“

Wir sind kurz vor 23:00 Uhr im Hotel angekommen. Sollten noch andere Hotelgäste mit uns im Flugzeug gesessen haben, werden sie so schnell nicht hier sein. Beim Check-in sind wir allein an der Hotellobby. Die Formalitäten sind schnell erledigt und wir werden auf unsere Zimmer gebracht.Gran Bahia Principe El Portillo - 22 Das Zimmer 16101 entspricht aber überhaupt nicht der Suite, welche wir gebucht haben. Sowohl die Größe als auch die Ausstattung entspricht nicht der Hotelbeschreibung. Um diese Uhrzeit konnten wir aber an der Hotellobby nicht mehr viel bewegen. Wir bekamen den Hinweis, dass der Chef am folgenden Tag um 9:00 Uhr seinen Dienst beginnt. Noch vor dem Frühstück versuchen wir, die Angelegenheit zu klären. Aber schon nach kurzer Zeit hatten noch andere Hotelgäste das gleiche Anliegen. Das Hotel ist hoffnungslos überbucht und so werden die angekommenen Gäste auf die freien Zimmer verteilt. Es macht natürlich wenig Sinn, mit vielen Gästen gleichzeitig, für sich das Beste herauszuholen. Zwei anderen Paare haben sich darauf eingelassen noch weitere zwei Nächte in dem Standardzimmer zu verbringen bis angeblich die gebuchte Suite frei ist. Wir gehen erst einmal frühstücken und verhandeln danach weiter. Das Hotel hat mehr Junior-Suiten verkauft als es zur Verfügung hat. Deshalb versucht das Personal an der Lobby, die neu angekommenen Gäste so lange wie möglich im Standardzimmer zu halten. Dabei werden Versprechungen gemacht, die man aber nicht schriftlich zusichern will. Uns wird auch in zwei Tagen ein Zimmer mit Meerblick zugesagt, für das wir aber keine Garantie bekommen würden. Der Chef „Miguel“ spricht sehr gut Deutsch und muss das ausbaden, was die Hotelleitung eingebrockt hat. Wir lassen uns nicht auf die nächsten Tage vertrösten und bekommen noch heute die gebuchte Junior-Suite. Am späten Nachmittag sind die freigewordenen Zimmer gesäubert und wir können umziehen. Als Entschädigung bekommen wir das Geld für den Safe im Zimmer für den gesamten Aufenthaltszeitraum zurück. Es ist die einzige negative Erfahrung, welche wir in diesem Hotel gemacht haben. Junior Suite Zimmer 12310 - 02Die Suite 12310 befindet sich in der dritten Etage der relativ neuen dreigeschossigen Gebäude im Südosten des Hotelkomplexes. Weil unser Zimmer auch noch am Ende des Gebäudes liegt, ist es noch einmal größer als die Nachbarzimmer. Gran Bahia Principe El Portillo - 31Der breite Gang mit den Aufgängen endet jeweils vor den letzten Zimmern, sodass diese einen seitlichen Eingang und entsprechend größere Fläche haben. Drei dieser Gebäude stehen in U-Form und in deren Mitte befindet sich ein schöner Pool mit einer separaten Pool-Bar. Die Gäste in diesem Bereich haben allerdings bis zum Strand und den Restaurants den weitesten Weg. Die Gebäude stehen noch nicht sehr lange und auch auf den Luftbildern von Google Maps und Bing sind sie noch nicht vorhanden. Die Ausstattung der Zimmer lässt keine Wünsche offen. Alles funktioniert und ist technisch fast auf dem neuesten Stand. Die Außentemperaturen in der Nacht von 18-20 °C machen es sogar möglich, ohne Klimaanlage bei offenem Fenster zu schlafen. Wenn gegen 23:00 Uhr das Abendprogramm auf der Bühne beendet ist, wird es sehr ruhig. Gran Bahia Principe El Portillo - 21Der Zimmerservice kommt zum Reinigen in der Regel in den Vormittagsstunden. Wir waren mit der Sauberkeit des Zimmers immer sehr zufrieden. Überhaupt ist das Personal hier sehr freundlich und gut ausgebildet. Einige Mitarbeiter sprechen auch ausgezeichnet Deutsch. Als wir unsere Plätze für die à la carte Restaurants reservieren wollten, wurden wir von einem Mitarbeiter auf die Probe gestellt. Als ich Ihn in Englisch ansprach, antwortete er, dass er nur spanisch spricht. Unsere Spanischkenntnisse sind aber gegen null. Erst als wir gehen wollten, sagt er in perfekten Deutsch „es ist gar nicht so schwer, Spanisch zu lernen“. Er war von der Hotelleitung und hat eigentlich auf unsere Beschimpfungen in Deutsch gewartet. Hier müssen sich doch einige Landsleute gewaltig daneben benehmen. Er brachte uns in das Servicebüro des „Royal Golden Club“, wo wir wiederum in perfekter deutscher Sprache bedient wurden. Im Hotel gibt es drei à la carte Restaurants für die man allerdings die Plätze vorher reservieren muss. Die Anzahl der möglichen Reservierungen hängt von der Zimmerkategorie ab. Wir waren in jeden der Restaurants einmal. Das Grundprinzip ist in jeden der Restaurants das Gleiche. Für jeden Gang kann man aus 2-3 Gerichten wählen, sodass eigentlich für jeden etwas Passendes dabei sein kann. Ob sich das Angebot im Laufe der Zeit verändert, haben wir nicht herausgefunden. Satt wird man auf alle Fälle, vor allem wenn man sich im Restaurant „Portofino“ eine Pizza als Zwischenmahlzeit bestellt. Das Getränkeangebot ist in allen Restaurants identisch. Gran Bahia Principe El Portillo - 13Im Restaurant „Las Dalias“ werden die drei Hauptmahlzeiten angeboten. Das Frühstücksangebot befindet sich auf sehr hohem Niveau. Den Kaffee kann man trinken oder man weicht auf andere Kaffeespezialitäten aus, welche aber erst auf Nachfrage serviert werden. Die regulären Frühstückszeiten sind von 7:00 Uhr bis 10:00 Uhr wobei hier niemand so genau auf die Uhr schaut. Es sind ausreichend Plätze vorhanden, auch wenn die Tische im Außenbereich heiß begehrt sind. Kaum ist ein Tisch frei geworden, ist das Personal damit beschäftigt den Tisch wieder für neue Gäste fertig zu machen. Gran Bahia Principe El Portillo - 35Das Mittag- und das Abendessen wird in Buffetform angeboten. Von 13 bis 15:00 Uhr gibt es Mittagessen und von 19 bis 22:00 Uhr wird das Abendessen serviert. Die Auswahl ist dabei so umfangreich, dass man sich selber schwer entscheiden kann, was man alles probieren möchte. Ständig wird darauf geachtet, dass das Angebot komplett ist. Bevor die Behälter komplett leer sind, werden sie schon ausgetauscht. Mit verschiedenen Themenabenden versucht man, zusätzlich Abwechslung in das Angebot zu bringen. Trotz der Größe des Hotels haben wir nicht einmal Schlange gestanden, um einen Tisch zu bekommen. Gran Bahia Principe El Portillo - 20Für den kleinen Hunger zwischendurch gibt es von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr noch die Snackbar“Las Olos“, wobei der Begriff Snack sicher etwas untertrieben ist. Getränke gibt es bereits ab 10:00 Uhr. Das Speisenangebot ist durchdacht, sodass sich viele Gäste den Weg in das Restaurant sparen. Hier fühlen sich vor allem Familien mit Kindern wohl und man muss sich nicht komplett umziehen. Zu dem All inklusive Angebot des Hotels zählen natürlich auch diverse Bars. Außer zu den Frühstückszeiten hat immer eine Bar geöffnet. Am Strand gibt es neben der Snackbar noch die Beachbar „Jacuzzi“, welche ebenfalls von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet hat. Wer sich an den Pools aufhält, muss auch nicht lange laufen. Die Getränkeversorgung ist in jeden Teil des Hotels gesichert. Am Abend trifft man sich in der Lobbybar „Daquiri“. Sie hat von 10:00 Uhr bis 23:00 Uhr geöffnet. Hier ist das Angebot wesentlich umfangreicher und man kann den Tag bei Livemusik ausklingen lassen. Gran Bahia Principe El Portillo - 07
Ein schönes Hotel, moderne große Zimmer, schmackhaftes Essen, Getränke von früh bis spät und blauer Himmel sind noch kein Grund um den langen Weg in die Karibik auf sich zu nehmen. Der kilometerlange sehr saubere Strand und kein weiteres Hotel weit und breit, waren einer der Hauptgründe, warum wir uns für diese Region entschieden haben. Die Palmen wachsen hier wirklich fast bis in das Wasser. Im Strandbereich des Hotels sieht es auf den Bildern immer etwas voll aus. Tatsächlich sind noch einige Liegen unbenutzt und man findet zu jeder Tageszeit noch ein freies Plätzchen. Frische Handtücher gibt es bis zum späten Nachmittag und auch der mehrmalige Tausch ist möglich.
Gran Bahia Principe El Portillo - 40Das Korallenriff beginnt praktisch am Strand und schützt den Bereich vor den sehr starken Wellen, welche der Wind gegen die Insel drückt. Nach jeweils etwa 1 km Entfernung in beide Richtungen, kommt die Brandung bis an den Strand. Viele Gäste nutzten das ruhige Wasser und sehen sich mit Brille und Schnorchel die Unterwasserwelt an. Bei Niedrigwasser kann man die Fischer sogar im Stehen beobachten. Es gibt aber auch Bereiche am Strand, wo man bei jedem Wasserstand schwimmen kann. Steine und Muscheln sind hier kein Thema – der Sand ist wie gesiebt. Für die Raucher gibt es Aschenbecher und auch Abfalleimer sind ausreichend vorhanden, sodass der Strand wirklich sauber ist.
Da es sich hier auch um einen öffentlichen Strand handelt, haben die Strandverkäufer natürlich alle Möglichkeiten, um mit den Urlaubern ins Geschäft zu kommen. Manche haben ihren festen Standort im Schatten und manche sind nur ab und zu einmal am Hotel, um Ausflüge zu verkaufen. Aufdringlich wird hier aber Keiner.
Von den Startschwierigkeiten abgesehen, kann man das Hotel ohne Weiteres weiter empfehlen. Die Natur der Halbinsel Samana und die Abgeschiedenheit des Hotels verlangen aber auch die Bereitschaft, das Hotel zu verlassen und die Umgebung zu erkunden. Wochenlange Regenfälle vor unserer Ankunft haben dem Boden so stark aufgeweicht, dass der Weg zum Wasserfall „El Limon“ zur Schlammschlacht wurde. Den eigentlich fest eingeplanten Ausflug haben wir aber auch nicht gemacht. Wer nur in der Sonne liegen will, kann sich den langen Landtransfer sparen und ein Hotel an der Ostküste buchen.
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