Wir nehmen das Angebot für eine Stadtbesichtigung nach San Jose an. Die 35,- USD je Person kann man bei diesem Wechselkurs zum Euro schon einmal für 5 Stunden ausgeben.

13:00 Uhr ist Treffpunkt und mit dem Bus fahren wir in die auf 1000m Höhe liegende Hauptstadt Costa Ricas hinunter. Unser erster Anlaufpunkt ist das Nationaltheater von San JoseCosta Rica 2008 Rundreise San Jose 02. Dieser Bau zählt zu den schönsten Gebäuden der Stadt. Finanziert wurde es durch eine Sondersteuer auf Kaffee-Exporte. Die Opernsängerin Adelina Patti wollte 1890 nicht in Costa Rica auftreten, weil kein geeigneter Saal vorhanden war. Das alte Opernhaus wurde durch ein Erdbeben zerstört. Nach dem Vorbild der Pariser Oper wurde dieses Gebäude errichtet und 1897 eröffnet. Das Deckengemälde zwischen Eingangshalle und Zuschauerraum wurde auf einer 5 Colones Banknote verewigt. Der italienische Maler Aleardo Villa hat es gescGeldscheinhaffen und einige Fehler hinein gemalt.So wird der Kaffee auch in Costa Rica im Hochland angebaut und nicht an der Küste. Die Pflückerinnen sind nicht so gut gekleidet und die Banane wächst nicht von oben nach unten. Die Ochsen im Hintergrund haben die Hörner falsch herum und Gaslaternen gab es an der Küste auch nicht. Der Schein zählt heute zu den schönsten Geldscheinen der Welt. Er wird noch gedruckt und für 1,- USD vor dem Nationaltheater verkauft. Wer den Schein haben will, bekommt ihn nur hier. Er ist noch offizielles Zahlungsmittel aber nicht im Umlauf.

Wir laufen weiter durch die Innenstadt und gehen dann weiter zum Museumskomplex. Costa Rica 2008 Rundreise San Jose 05Große Taschen und Rucksäcke müssen am Eingang abgegeben werden. Fotografieren mit Blitzlicht ist ebenfalls verboten. Das Museum befindet sich in einem modernen unterirdischen Gewölbe. Die über 1600 Einzelstücke sind über 3 Etagen verteilt und man gelangt über große Wendeltreppen hinunter. Nur wenige Gäste bleiben bei dem Reiseleiter und lassen sich ausgiebig über die Ausstellungsstücke informieren. Die Meisten sind mit fotografieren beschäftigt oder schon weit voraus. Man ist immer unter Beobachtung und mit viel Personal und Kameras wird für Sicherheit gesorgt. Leider ist die Beleuchtung nicht immer optimal. 2008.03.31 - 15_25_44Vor allem die schönen Miniaturdörfer lassen sich schwer fotografieren. Ohne Blitzlicht ist eine ausreichende Tiefenschärfe nicht möglich.

Die Ausstellung ist sehr interessant aber die Räume sind gut gekühlt. Man hat das Verlangen sich von der Sonne wärmen zu lassen. Über die Wendeltreppe oder den Fahrstuhl gelangt man wieder an das Tageslicht und die Wärme. Der Rest der Gruppe lässt nicht lange auf sich warten.

Wir gehen weiter durch das Regierungsviertel zum Parque Nacional. Auch hier stehen wieder Kühe, welche mit den verschiedensten Motiven bemalt sind. Die Austellung in der ganzen Stadt dauert noch einige Tage aber einige Kühe wurden schon beschädigt oder gestohlen. Eine längere Pause im Park hilft die letzten Reserven zu aktivieren schließlich sind wir jetzt 40 Stunden auf den Beinen. Die Konzentration lässt auch spürbar nach. Ich wollte noch an einen der Geldautomaten Geld abheben aber es ist der Monatsletzte und das heißt Zahltag. Endlose Schlangen an den Automaten und Bankschaltern lassen mein Vorhaben auf einen anderen Tag verschieben. Die Ticos können nur an der Bank Geld abheben auf die das Geld überwiesen wurde. In der Regel erhalten die Angestellten aber einen Scheck, welchen sie in ihrer Bank einlösen müssen. Überweisungen zwischen verschieden Banken sind eher die Ausnahme und deshalb ist es für die Einheimischen nicht einfach ihre Rechnungen zu bezahlen oder Bargeld zu bekommen.

Immer wenn unser Reiseleiter wieder mal länger Ausführungen macht, nutzt man die Gelegenheit um die Zweibeiner der Stadt zu beobachten. Vor allem die Kleiderordnung der Mc Donaldgeneration entlockt uns immer wieder ein Schmunzeln. Wie kommt so viel Mensch in die kleinen Konfektionsgrößen??? Sicher haben wir in Deutschland den Sinn der Stretchhosen falsch verstanden. Während bei uns das Dehnungspotenzial nur sehr wenig ausgenutzt wird, habe ich in Costa Rica die Vermutung, das sich hier das Materialprüflabor befindet. Die Kleidung ist sehr körperbetonend und das in jeder Gewichtsklasse.

Durch einige Seitenstraßen laufen wir zurück zum Bus. Jetzt möchte jeder nur noch etwas essen und dann ins Bett fallen. Wie werden sich die 8 Stunden Zeitverschiebung bemerkbar machen?

Um 19:00 Uhr findet noch das erste Treffen der Reisegruppe mit den Reiseleitern statt. Weil die Gruppe mit 39 Teilnehmern zu groß ist, wird parallel mit 2 Bussen gefahren. Peter macht den proffesionelleren Eindruck und wir hoffen dass wir in seiner Gruppe sind. Die Aufteilung wird erst morgen bekannt gegeben. 30 Minuten später sind wir schon beim Abendessen. Im Restaurant merkt man die Höhe von 1737 Metern – es ist spürbar kalt und der Wind streicht durch die offene Halle. Für das Abendessen bezahlen wir heute 25 USD. Für ein 5-Sterne Haus ist es sehr preiswert und das Essen war sehr gut.

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