Wir wollen heute wieder 08:00 Uhr mit dem Bus starten. Weil wir das Hotel El Tucano verlassen, ist Koffer packen angesagt. Unser Bus hat eine neue Batterie bekommen und muss nicht fremd gestartet werden. Wir hoffen, dass es bei der einen Panne bleibt. Peter hat schon eine Rundreise geleitet, bei welcher der Bus 7-mal mit Panne liegen geblieben war. Heute sind wir sehr lange mit dem Bus unterwegs und haben keine großen Ziele vor uns2008.04.03 - 09_00_02.

Die Straße nach Fortuna und um den Vulkan sind wir gestern schon gefahren. Wir bleiben dann aber auf der ausgebauten Straße, machen noch eine Fotopause und erreichen bald den Arenalsee.

Wir verlassen die Asphaltstraße und fahren über Schotter weiter. Hinter uns bleibt eine große Staubwolke in der Luft. Der See liegt auf einer Höhe von 540 m und hat eine Größe von 124 km². Er ist das größte Binnengewässer Costa Ricas und entstand 1978 nach dem Bau des Staudamms Presa Sangregado. 1973 begann die Energiebehörde ICE K2008.04.03 - 10_14_12onzern mit dem Bau der 88 x 58m großen Staumauer. Dabei wurde die einzige Siedlung des Tales überflutet. Als Ersatz wurde die Kleinstadt Nuevo Arenal gegründet.

Nach 2 Stunden Fahrt erreichen wir 09:55 Uhr diese Staumauer. Wir verlassen den Bus und machen bis zum anderen Ende einen kleinen Spaziergang. Vor uns liegt der See und hinter uns bietet der Vulkankegel ein schönes Panorama für die typischen Erinnerungsfotos. Leider ist die Spitze des Vulkans heute immer unter einer Wolkendecke versteckt. Nach etwa 20 Minuten haben wir die andere Seite der Staumauer erreicht. Auf der ausgebauten Straße fahren wir immer weiter an dem See entlang. Nach 2 kurzen Fotopausen erreichen wir das Hotel Los Heroes. Die 2008.04.03 - 10_52_04Anlage im schweizer Stil hat neben dem Hotel auch ein Restaurant, die Schmalspureisenbahn, eine Kapelle und ein Panoramadrehrestaurant mit 360° Sicht zu bieten. Hier haben sich schweizer Auswanderer seit 1989 einen Lebenstraum erfüllt. Zur kompletten Besichtigung haben wir leider keine Zeit.

Nur 20 Minuten später halten wir bei Tom an – einem deutschen Bäcker in Costa Rica. Peter hat uns schon im Bus über das Verhältnis von Tom und seinem Ex-Chef erzählt. Dieser hat direkt neben Toms Bäckerei seinen Laden eröffnet. Die Touristen hat abeCosta Rica 2008 Rundreise Arenalsee 08r Tom auf seiner Seite und der Laden ist voll. Neben leckeren Kuchen gibt es hier auch verschiedene Sorten Bier aus deutschen Landen. Hier entdecke ich aber mein zukünftiges Lieblingsbier aus Costa Rica – Pilsen 6.0. Leider habe ich es nicht sehr oft zu kaufen bekommen. In dem angegliederten Souvenirshop bekommen wir auch die ersten Briefmarken. Es gibt in Costa Rica nur 4 Motive auf Briefmarken. Der Wert sowie die Ausgabestelle wird erst beim Verkauf auf die Marken gedruckt. Wir hoffen, dass wir bis zur Abreise noch alle Motive sammeln können. Die Auswahl an Postkarten ist hier auch sehr gCosta Rica 2008 Rundreise Arenalsee 10roß und die Entscheidung fällt nicht leicht. Die 30 Minuten sind schnell vorbei und weiter geht die Fahrt durch eine sehr schöne Landschaft. Am nördlichen Ende ergibt sich ein traumhaftes Fotomotiv mit dem See und dem Vulkan im Hintergrund, aber leider haben wir hier nicht angehalten. Der Blick vom Westufer ist nicht ganz so idyllisch.

Wir fahren über die Wetterscheide und es wird trockener. Hier gibt es sehr viele Wiesen und Weideflächen. Leider gibt es auch hier wie bei uns eine moderne Form der Umweltverschmutzung – Windkrafträder. Warum wird so eine schöne Landschaft derart verunstaltet?

Unterwegs machen wir unsere Mittagspause und ich entscheide mich heute für ein leckeres Fischgericht. FCosta Rica 2008 Rundreise Las Pumas 04ür 2 Personen bezahlen wir komplett nur 10.000 Colones – etwa 13,-€.

Nach einer kurzen Abstimmung entschließen wir uns für den Besuch des Centro de Rescate Las Pumas, das nicht auf dem Programm der Rundreise steht. Nur wenige Kilometer nördlich von Cañas liegt etwas versteckt eine Tierauffangstation. Hier werden die Katzenarten Costa Ricas und andere Tiere des Landes gezeigt. Vor allem verletzte, verwaiste oder konfiszierte Tiere werden hier aufgenommen und gepflegt. Gründerin war die inzwischen verstorbene Schweizerin Lilly Bodmer de Hagnauer. Man kann sehr nah an die Käfige heran und durch das Gitter oder den Maschendraht fotografieren. Der Eintritt ist mit 5 USD noch vertretSchotterpistebar.

15:15 Uhr setzen wir unsere Fahrt auf dem Panamerikanischen Highway Richtung Norden fort. Die Straße ist sehr gut ausgebaut, sodass unser Bus schnell vorwärts kommt. Bei Irigaray verlassen wir 16:00 Uhr den Highway und kommen bald auf eine 12 km lange Schotterpiste. Wie wird diese Straße in der Regenzeit aussehen? Der erste Abschnitt wird gerade mit neuem Schotter ausgebessert und eine Raupe ebnet notdürftig den neuen Belag. Wir kommen hier nur im Schritttempo vorwärts und werden trotzdem kräftig durchgeschüttelt. Bald wird der Weg aber etwas besser. Die Brücke auf dem linken Bild überquere ich lieber zu Fuß – natürlich nur um die Überfahrt zu fBrueckenueberfahrtilmen. Unser Reiseleiter bereitet uns langsam auf die ursprüngliche Buena Vista Lodge vor. In einigen Zimmern wird sicher kein warmes Wasser zu finden sein – die Türen lassen sich nicht verschließen und der Strom ist auch mal alle. Jeder hofft natürlich auf ein Zimmer mit warmen Wasser, elektrischen Strom und einem funktionierenden Schloss an der Tür. Das man die Nachbarn sehr gut hören soll interessiert schon keinen mehr. Endlich haben wir die Lodge erreicht und die Schlüsselübergabe erfolgt gleich. Einige Meter fahren wir noch mit dem Bus bis an die Zimmer damit wir die Koffer nicht soweit tragen müssen. Tatsächlich gibt es bei der Wasserversorgung einen Trick. Der Absteller für das warme Wasser ist ziemlich versteckt in 2m Höhe angebracht. Einige haben das Ventil nicht beachtet und natürlich kein warmes Wasser im Zimmer vorgefunden. Die großen Zimmer sind wirklich ursprünglich. An einigen Stellen sieht man durch die Bretterwand das Tageslicht. Die Ausstattung ist ausreichend. Wir wollen uns heute den Sonnenuntergang ansehen und treffen uns an der Bar, welche sich in einigen Hundert Meter Entfernung auf einem Berg befindet. In der Lodge müssen wir auch nicht jede Rechnung gleich bezahlen sondern können auf das Zimmer schreiben lassen. Das war bisher leider nicht üblich. Der Sonnenuntergang ist sehr schön und die Bar sehr gut besucht. Nachdem es dunkel ist, sieht man auch die Brandrodungen in der Umgebung.

Das Abendessen hat uns positiv überrascht. Das Büfett war sehr gut. Den Tag haben wir an der Bar ausklingen lassen. Die Preise dort oben lassen dabei mehr als einen Drink zu.

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