26.03.2012

Aegypten 2012 Busfahrt durch die Wueste 002Nach gefühlten wenigen Sekunden Schlaf klingelt der Wecker. Heute unternehmen wir den fakultativen Ausflug nach Abu Simbel. Alle Busse treffen sich in einer Straße in Assuan und fahren im Konvoi durch libysche Wüste. Bewaffneten Geleitschutz sehen wir nicht. Die Fahrt in Kolonne bringt aber Sicherheit bei Ausfall eines oder mehrerer Busse. Deshalb muss der Bus mit den meisten freien Plätzen als Letzter fahren. An diesem Tag sind zwei Konvois geplant, leider kommt man bei dem Zweiten zu sehr in die Nachmittagshitze. Die Straßen sind in einem guten Zustand und es entwickelt sich ein richtiges Wettrennen. Zum Zeitpunkt des Sonnenaufgangs sollte eigentlich eine Pause gemacht werden, aber wir müssen die aufgehende Sonne durch die Fenster des Busses ansehen. Aegypten 2012 Abu Simbel 010Die meisten versuchen, bis zur Ankunft noch etwas zu schlafen.

An den Busparkplätzen ist auch die erste Toilette. Durch die vielen gleichzeitig ankommenden Busse herrscht hier Hochbetrieb. Bevor die Reisegruppe nicht wieder komplett ist, geht es nicht weiter. Im Außenbereich der Tempel ist Filmen und Fotografieren erlaubt, jedoch im Inneren strengstens verboten. Carmen hat hier eine Auswahl vorgestellt, für die sie Bestellungen aufnimmt. Man kann eine Mappe mit Fotos aus dem Inneren der Tempel, zwei DVDs und eine Landkarte des Nils erwerben. Die Landkarte und die Bilder sind ihr Geld wert, aber die beiden DVDs „ägyptisches Panorama“ und „Abu Simbel“ haben minderwertige Qualität. Die Erste enthält Fotos aus allen Regionen Ägyptens in sehr geringer Auflösung und überall zusammengeklaut. Die Zweite enthält eine Dokumentation über die Umsetzung der Tempel in Augenkrebs auslösender Qualität.

Aegypten 2012 Abu Simbel 007Der Tempel von Abu Simpel und der Harthor Tempel wurden in den sechziger Jahren an ihren heutigen Standort umgesetzt. Auch sie mussten dem Nassersee weichen, wie das gesamte Unternubien. Die Bewohner wurden heimatlos und in die Großräume Assuan und Kom Ombo umgesiedelt. Nur hier entstand eine neue Stadt mit Hotels und Flughafen. Fast alle Bewohner leben heute noch vom Tourismus.

Die Zeit vergeht wie im Flug und wir müssen zurück zum Bus. Der Rückweg zum Parkplatz ist aber viel länger, weil auch hier der Weg an den vielen Verkaufsständen vorbei führen muss. Hier können die Ägypter sehen, dass nicht alle Deutschen pünktlich sind. Mit Höchstgeschwindigkeit rasen die Busse zurück nach Assuan. So richtig habe ich die Rückfahrt nicht genießen können, denn die Rache der Pharaonen hat mich erwischt. Für solche Fälle sind aber ausreichend Medikamente an Bord. Ich versuche es erst mit den einheimischen Mitteln und hoffe auf baldige Besserung. Während unser Schiff stromabwärts noch Edfu unterwegs ist, kann ich die Kabine nicht verlassen. Bis zum nächsten Frühstück bleibe ich im Bett.
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